Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

März 2014: Untersuchungen zum Vorkommen von Mykotoxinen in Blut- und Urinproben von Sportpferden

Arbeitshypothese: Sportpferde in Deutschland sind mit Mykotoxinen belastet.

Grund für die Untersuchung: Vergiftungserscheinungen durch Schimmelpilze sind bei Pferden schon seit über 200 Jahren bekannt. Als Ursache für die Intoxikationen werden verschimmeltes Brot, Stroh, Heu, Hafer und anderes Getreide genannt. Besonders verschimmeltes Pressstroh und Matratzenstreu rufen häufig Vergiftungen hervor (Kluwe 2006). Neben der direkten schädigenden Wirkung der Schimmelpilze stellen deren Toxine ein weltweites Problem dar. So sind mit Mykotoxinen kontaminierte Futtermittel in der Lage sowohl die Gesundheit der Pferde als auch, gelangen diese in die Lebensmittelkette, die Gesundheit von Menschen nachteilig zu beeinflussen (Keller et al. 2007). Untersuchungen zum Vorkommen von Mykotoxinen in Pferdefutter (Liesener 2012) zeigen, dass über Krippenfutter täglich geringe Mengen an Mykotoxinen aufgenommen werden. Darüber hinaus wies Riemel (2012) Ergotalkaloide in Futtergräsern nach. Erste orientierende Untersuchungen zum Vorkommen von Mykotoxinen in Pferdeblut- und Urinproben zeigen, dass Ochratoxin A und Ergotalkaloide bei Pferden regelmäßig nachgewiesen werden können (Groß, eigene Untersuchungen). Für eine genauere Expositionsabschätzung sind daher weiterführende Untersuchungen dringend erforderlich, gerade im Hinblick auf den Erhalt der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft des Pferdes.

Methode: Das zur Untersuchung benötigte Probenmaterial wird von der Deutschen Sporthochschule Köln, dem nationalen Referenzlabor zur Untersuchung von Dopingproben bei Pferden, zur Verfügung gestellt. Dadurch ist die regelmäßige Versorgung mit Probenmaterial sichergestellt. Darüber hinaus wird angestrebt, Proben von Pferden zu nehmen, deren Fütterungsmanagement bekannt ist, um eventuell Rückschlüsse auf Risikofaktoren in der Ernährung ziehen zu können. Bezüglich des zeitlichen Rahmens erscheinen drei Jahre für das Screening auf Mykotoxine sowie die Auswertung und Publikation der gesicherten Daten realistisch. Die zu analysierenden Mykotoxine sind: Aflatoxin B1, Deoxynivalenol, Ergotalkaloide, Fumonisin B1, Ochratoxin A, T-2 Toxin/HT-2 Toxin, Zearalenon.

Beteiligt: Madeleine Groß und Ewald Usleber, Justus-Liebig-Universität Gießen, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Tierärztliche Nahrungsmittelkunde, Professur für Milchwissenschaften, Ludwigstr. 21, 35390 Giessen

Sponsor/en: Verein zur Förderung der Forschung im Pferdesport e.V.

Zitierte Literatur

  • KELLER KM, QUEIROZ BD, KELLER LAM, RIBEIRO JMM, CAVAGLIERI LR, GONZÀLEZ PEREYRA ML, DALCERO AM, ROSA CAR. 2007. The Mycobiota and Toxicity of Equine Feeds. Vet. Res. Commun. 31: 1037-1045
  • KLUWE H. 2006. Untersuchung zum Vorkommen und zur Toxizizät von Stachybotrys spp. in Heu- und Strohproben aus Pferdeställen. München, Veterinärmed. Fak., Diss.
  • LIESENER K. 2012. Untersuchung zum Nachweis und zum Vorkommen von Mykotoxinen in Futtermitteln für Pferde. Giessen, Veterinärmed. Fak., Diss.
  • RIEMEL J. 2012. Untersuchungen zum Nachweis und zum Vorkommen von Ergotalkaloiden in Futtergräsern. Giessen, Veterinärmed. Fak., Diss.

 

Verwandte Meldungen: